16.09.2010, Neue Westfälische

Knabenchor präsentiert amüsante Kantate

14 Geschichten aus "So ein Struwwelpeter"

Eine moderne und vergnügliche "Struwwelpeter"-Bearbeitung ist am Samstag, 18. September, um 18 Uhr in der Aula des Städtischen Gymnasiums zu hören. Die Kantate für Jung und Alt "So ein Struwwelpeter" von Tilo Medek singt der Knabenchor Gütersloh unter der Leitung von Ernst Leopold Schmid, Direktor der Landesmusikakademie NRW, Heek. Die Einstudierung lag in den Händen von Kirchenmusikdirektor Sigmund Bothmann, Ernst Leopold Schmid und Christian Bonath.
Der 2006 verstorbene Komponist Tilo Medek, der in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte, bezeichnete die Kantate als "Musikalischen Bilderbogen für Sopransolo, Kinderchor und Solostimmen, Flöte, Fagott, Marimbaphon und andere Schlaginstrumente". Die Texte stammen von dem Statiriker und Kabarettisten Hansgeorg Stengel (1922-2003), der den klassischen "Struwwelpeter" auf Menschen und Situationen unserer Zeit übertragen hat.
In 14 farbigen musikalischen Geschichten werden mit Witz und Ironie die Folgen von kindlichem Ungehorsam, schlechten Angewohnheiten und Übermut aufs Korn genommen. So gibt es Stücke wie den "Fernsehverrückten Frank", den "Tango von der faulen Angelika", die "Geschichte vom Faxenmacher Franz" oder die "Geschichte vom verbrannten Spielzeug". Auch die anspruchsvollen Soli werden von Knaben gesungen. Für die solistisch geführten Instrumentalpartien wurden namhafte Musiker verpflichtet.
Der Knabenchor Gütersloh ging aus dem Kinderchor der Choralsingschule Gütersloh hervor. Er nahm 2007 unter Leitung von Sigmund Bothmann und Ernst Leopold Schmid seine Arbeit auf und ist inzwischen auf etwa 65 Jungen angewachsen. 2008 stellte sich der Knabenchor in einem Debütkonzert in Gütersloh erstmals mit einem eigenständigen Programm in größerem Rahmen vor. Ein Fernsehauftritt in der ARD und weitere Konzerte folgten.